Berufsorientierung an der Jakob-Sandtner-Realschule

Schule und Wirtschaft – Hand in Hand

Einen guten Job zu haben stellt für viele ein zentrales Ziel im Leben dar. Doch was ist ein „guter Job“? Regina Houben, Schulleiterin der Jakob-Sandtner-Realschule, definierte diesen in ihren Begrüßungsworten des Berufsforums „JSR-Job-Day“ letzten Donnerstag als dauerhaft, zukunftssicher und gut bezahlt. Eben nicht nur ein „Job“, sondern eine Arbeitsstelle, in die man sich mit all seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen und Erfolg erzielen kann.

Doch sich für einen geeigneten Beruf zu entscheiden, sei gar nicht so leicht, erklärte Konrektor Reinhard Hetzer. Trotz eines guten Ausbildungsmarktes würden Ausbildungen oft frühzeitig beendet, da Auszubildende häufig falsche Vorstellungen von dem gewählten Beruf hätten oder den Anforderungen nicht gerecht würden. Sich umfassend über Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren, sei deshalb von großer Bedeutung.

Aus diesem Grund hat es sich die Jakob-Sandtner-Realschule seit Jahren zur Aufgabe gemacht, ihre Schüler bei der Berufswahl in vielfältiger Weise zu unterstützen. Neben Informationstafeln im Schulhaus, die Auskunft über aktuell angebotene Ausbildungsplätze geben, informiert Berufsberater Georg Hetzenecker von der Agentur für Arbeit alle Schüler der neunten Klassen umfassend und individuell über ihre beruflichen Möglichkeiten.

Zudem wurde auch dieses Jahr wieder eine Berufsorientierungswoche durchgeführt, die unter Projektleiter Ulrich Schultes organisiert wurde. Durch die Zusammenarbeit mit vielen ortsansässigen Firmen wurde es den Schülern in der ersten Märzwoche ermöglicht, Berufe aus unterschiedlichen Bereichen kennenzulernen. So erhielten sie z.B. durch Betriebserkundungen bei Strama, Rohr, Bosch, Harman Becker, Magna, Sonplas, Sturm, Gluth, Völkl, Sennebogen, Schnupp, Ingram Micro, Rappl oder Lidl vielfältige Informationen und interessante Einblicke in den Arbeitsalltag verschiedener Unternehmen. Zudem wurden weiterführende Schulen, das Wissenschaftszentrum und die Ausstellungs-GmbH besucht sowie Bewerbungsseminare der AOK bwz. der Barmer/GEK absolviert. Ergänzt wurde dieses Programm durch einen Knigge-Kurs, der von den Lehrerinnen der JSR Evelyn Carl und Sybille Lehmann geleitet wurde.

Den Höhepunkt dieser Projektwoche bildete der „JSR-Job-Day“, ein Berufsforum, zu dem die Neuntklässler zusammen mit ihren Eltern an die Realschule eingeladen wurden. In zahlreichen Info-Shops gaben Referenten unterschiedlicher Berufssparten Auskunft über verschiedene Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten ihrer Unternehmen und stellten ihre Erwartungen und Anforderungen an die Bewerber dar.

Über weiterführende Schulmöglichkeiten informierte Christian Mocker von der FOS/BOS Straubing. Die Schüler der kaufmännischen Klassen konnten sich bei Wolfgang Jähn von der Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten und bei Maria Hofbauer von der Sparkasse Niederbayern-Mitte beraten lassen. Stellvertretend für Berufe im staatlichen bzw. öffentlichen Dienst standen Markus Neumeier von der Bundeswehr, Einstellungsberater Albert Meier von der Polizei Straubing sowie Cornelia Wunsch-Träxler vom Landratsamt Straubing-Bogen Rede und Antwort. Über die breite Palette der Handwerksberufe berichtete Jürgen Tanne. Berufe aus dem medizinischen Bereich stellten Hans Greipl (Fachschule für Heilerziehungspflege), Raphaela Wild sowie Alexander Schemp (Berufsfachschule für Krankenpflege) vor. Neben diesen pflegerischen Berufen wurde von Hans Peter Schötz und Dominic Konvalin von der Berufsfachschule für Physiotherapeuten auf die medizinischen Assistenzberufe eingegangen. Ausbildungsmöglichkeiten der EDV-Fachschule in Plattling stellte Prof. Dr. Martin Griebl vor. Besonders gut besucht waren die Info-Shops der großen Arbeitgeber aus der Region: BMW Dingolfing (vertreten durch Sabine Kramheller), Krones (vertreten durch Josef Bornschlegl und Michael Gregor) sowie BayWa (vertreten durch Claudia Aufschläger, Philip Korbel und Maximilian Botzler).

Dass sich die Schüler in der Berufsorientierungswoche hervorragend beraten fühlten, machte der Sprecher der neunten Jahrgangsstufe Jakob Nagel in seinen Dankesworten an alle Beteiligten des Projekts deutlich. Durchweg positive Rückmeldung nach den Berufsorientierungstagen hätte die Schule auch von allen beteiligten Betrieben erhalten, so Reinhard Hetzer, der wie Projektleiter Ulrich Schultes die hervorragende Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsunternehmen aus der Region und den weiterführenden Schulen lobte.

Die Tatsache, dass die Schüler der Jakob-Sandtner-Realschule in der Straubinger Berufswelt sehr beliebt sind, zeigt, dass die Zielsetzung einer umfassenden Berufsberatung in hohem Maße erfüllt wird. Schule und Wirtschaft – Hand in Hand: Ein Motto, das seit Jahren an der Jakob-Sandtner-Realschule Erfolg verspricht.

Berufsorientierung an der Jakob-Sandtner-Realschule
Schüler, Referenten mit Organisatoren (H. Schultes, H. Hetzer hinten links) und Schulleiterin Regina Houben (rechts außen) am JSR-Jobday 2016

Zurück