60 Jahre JSR Schultheater

Schüler präsentieren "Der Schuh des Manitou"

Ranger (Julius John) und Winnetouch (Kilian Fischer)

Kurz zum Inhalt: Ranger (Julius John), ein Südstaatler, rettete Abahatchi (Vinzent Fischer) das Leben und so wurden sie nach altem Indianerbrauch zu Blutsbrüdern. Durch den unvorsichtigen Kauf eines Saloons zum Zwecke, daraus ein Stammlokal für den Stamm der Apatchen zu machen, wurde nicht nur der Kaufpreis, den man sich von den Sioux gepumpt hatte, gestohlen, sondern auch der Häuptlingssohn Falscher Hase (Patrick Eichenseher), der den Kredit überbrachte, getötet. Sein Vater Listiger Lurch (Maxi Haller) meint irrtümlich, dass Ranger und Abahatcht die Mörder seien und lässt sie an den Marterpfahl binden. Schnell werden sie aber von dem zwielichtigen Hombre (Daniel Lambrecht) befreit, da dieser mitbekommt, dass Abahatchi einen Teil einer Schatzkarte besitzt. Sein Chef, der Gangsterboss Santa Maria (Maxi Scheidl) will den Schatz ebenfalls in seine Gewalt bringen und lässt die beiden beobachten. Da die Schatzkarte aus vier Teilen besteht, müssen sie diese erstmal finden. So kommen sie zur Puderrosa-Ranch, auf der der schwule Zwillingsbruder von Abahatchi, Winnetouch (Kilian Fischer), eine Beautyfarm betreibt. Er weiß auch, wer die beiden anderen Teile der Karte besitzt, nämlich der Grieche (Tim Egorow) und Uschi (Steffi Auerswald), die als Bardame in Roosevelt-City arbeitet. Nach vielen lustigen Verstrickungen gelingt es Winnetouch, Abahatchi und Ranger dem unbarmherzigen Santa Maria den geraubten Schatz wieder abzujagen und den Häuptling Listigen Lurch durch die Rückgabe des Goldes und des Geschenks eines herzigen Hasenkostüms davon zu überzeugen, den „Klappstuhl“ wieder einzugraben und damit den Krieg gegen die Apatchen zu beenden.

Mit Bravour Theaterspielen bedeutet Rücksichtnahme, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen. An der JSR wird deshalb schon von Beginn der Schulgründung an Theater gespielt und damit nicht nur die Persönlichkeit der jungen Menschen, sondern vor allem ihre Individualität gefördert. Auch die Arbeit hinter der Bühne mit der Gestaltung der Bühnenbilder, der Bedienung der Beleuchtung (Florian Schmiegelt) oder Technik (Julian Strahl) gelingt nur, wenn man im Team arbeitet. Diese große Herausforderung hat die Theatergruppe unter Leitung von Evelyn John wunderbar gemeistert. Besonders die Hauptdarsteller verdienen ein großes Lob sowohl für die textsichere Darbietung als auch ihre schauspielerische Leistung. Und den einzig wirklich wichtigen Lohn für die Künstler spendete das Publikum wahrlich reichlich: den Applaus.

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