Studienfahrten der 10. Klassen

Bustraining für die 5. Klassen

Jeder Schüler soll gesund und sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen. Deswegen absolvierten alle Fünftklässler der Jakob-Sandtner-Realschule ein Bussicherheitstraining, das wie jedes Jahr in den ersten Schultagen in Kooperation mit den Straubinger Stadtwerken durchgeführt wurde.

Nach einer Theoriestunde, in der das richtige Verhalten beim Ein- und Aussteigen, während einer Busfahrt, auf dem Schulweg und in Konfliktsituationen mit älteren Schülern erarbeitet wurde, konnten die Schüler selbst Übungen absolvieren und erlebten einprägsame Demonstrationen im Bus der Stadtwerke.

Ein schwerwiegendes Problem stellt dar, dass viele Kinder die Gefahren eines herannahenden Buses nicht abschätzen können. Schubsen und Drängeln an einer Bushaltestelle gehören für viele einfach dazu. Der Busfahrer wird schon aufpassen und frühzeitig bremsen! Doch ist das immer möglich? Die Schüler lernten, dass jeder Fahrzeuglenker nach dem Erkennen einer Gefahr minimal eine Sekunde benötigt, in der die Information bis zum Gehirn weitergeleitet wird und er die Bremsen betätigen kann. Während dieser Sekunde fährt der Bus ungebremst weiter. Mit Hilfe von Pylonen, die auf dem Gehweg zu nahe an der Straße aufgestellt wurden, erfuhren die Schüler, dass der Bus beim Heranfahren an die Bushaltestelle einen großen Schwenkbereich aufweist. Steht man also zu weit an der Fahrbahn, wird man wie die Plastikpylonen von der vorderen Busseite umgeschmissen oder sogar mitgerissen. Nachdem das richtige Ein- und Aussteigen ohne Drängeln und mit abgenommenen Schulrucksäcken mehrmals geübt wurde, erfuhren die Fünftklässler, wie wichtig ein Sitzplatz bzw. ein gesicherter Stehplatz mit Haltegriff ist. Bei einer Geschwindigkeit von nur 20 Kilometern pro Stunde vollführte der Busfahrer eine angesagte Vollbremsung. Trotz Vorwarnung wurde so mancher Schüler gewaltig nach vorne geschleudert. Pylonen, die wiederum zur Demonstration im Gang des Busses aufgestellt waren, sausten mit Vehemenz quer durch den Bus.

Damit mögliche Gefahren auch auf den Straßen rund um die Schule und zu den jeweiligen Bushaltestellen noch einmal vor Ort wiederholt und demonstriert werden konnten, war der letzte Punkt im Sicherheitstraining ein Unterrichtsgang. An Ampeln, Zebrastreifen, Kreuzungen und am Bahnhof wurde nochmals das richtige Verhalten der Schüler angesprochen und auf mögliches Fehlverhalten sämtlicher Verkehrsteilnehmer hingewiesen. So lernten die Schüler, warum sie niemals achtlos über die Straße laufen sollen, dass auch Kraftfahrer unachtsam sein können und sie selbst immer vorausschauend und nachgiebig sein müssen, weil sie selbst über keine Knautschzone verfügen.

Ein eindrucksvolles Erlebnis für alle Schüler – eine Erfahrung „am eigenen Leib“ – mit der zusätzlichen Einsicht, dass das richtige Verhalten beim Busfahren und auf dem Schulweg lebenswichtig ist.

Astrid Pielmaier

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